Adliswil: 27. Generalversammlung der Feuerwehrvereinigung
An der Generalversammlung per Ende Dezember konnte die Adliswiler Feuerwehr auf ein eher ruhiges Jahr zurückblicken; die Einsatzzahlen nahmen gegenüber 2002 wieder ab, und grössere Ereignisse blieben zum Glück aus. Trotzdem gab es neben etlichen Übungen auch verschiedene gesellige Anlässe, die von der Feuerwehrvereinigung organisiert wurden. Heute zählt die Feuerwehr Adliswil 85 aktive Mitglieder und 89 Veteranen. Leider mussten die Feuerwehrleute in diesem Jahr von zwei langjährigen Mitgliedern, Willy Minder und Heinz Meier, für immer Abschied nehmen.
Die Feuerwehr Adliswil musste im vergangenen Jahr zu 86 Einsätzen ausrücken. Noch im Vorjahr waren dies 79 gewesen. Von den genannten 68 Einsätzen waren 16 Brände, 23 Hilfeleistungen, 15 Öl-Chemiewehr-Einsätze, 6 Wasser- und 8 Fehlalarme zu verzeichnen.
Insgesamt leistete die Gruppe 623 Einsatzstunden, was gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung bedeutet, obwohl die Feuerwehr eigentlich keine grösseren Ereignisse bewältigen musste. Dafür entschädigten interessante Übungen und spezielle Anlässe die Gruppe für die vielen Einsatzstunden. Hierbei absolvierten die Einsatzzüge 21 Mannschaftsübungen mit der alljährlich stattfindenden Samstagsübung. Diese allerdings begleiteten hochsommerliche Temperaturen im Juni, was aber die hochmotivierten Feuerwehrleute nicht demoralisieren konnte.
Der Kommandant der Adliswiler Feuerwehr, Hauptmann Karl Huber, berichtete von der Übernahme des neuen Tanklöschfahrzeugs am Grossanlass „Feuerwehr hautnah“. Mit einem grossen Engagement und der Mitwirkung der Adliswiler Stadtpolizei konnte die Feuerwehr der Bevölkerung einen imposanten Einblick in die Tätigkeit der Rettungskräfte gewähren und mit speziellen Showeinlagen sich auch von der humoristischen Seite präsentieren.
Das Jahr bot der Feuerwehr auch Raum für Geselliges: So besuchten die Vereinsmitglieder im Mai in Zürich das Bezirksgefängnis, wo sie unter kompetenter Führung viel Interessantes über den Gefängnisalltag erfahren konnten.
Die Feuerwehr beteiligte sich zudem an der Adliswiler Chilbi, dem so genannten Summernachtsfäscht mit einer Wirtschaft und konnte dank aktiver Mithilfe von vielen Helferinnen und Helfer einen guten Verdienst für die Vereinskasse erzielen.
Ein Grossanlass im wahrsten Sinne des Wortes war der schon zur Tradition gewordene Feuerwehrball mit fast 200 Vereinsmitgliedern und Gästen sowie Begleitpersonen, der am 15. November stattfand (siehe „Sihltaler“). Zum zweiten Mal schon waren die Adliswiler für den Feuerwehrball quasi selber Gast, denn er fand in der Schwerzi-Halle in Langnau statt.
Der Bau des neuen Adliswiler Feuerwehrdepots geht langsam seinem Ende entgegen. Dank qualifizieren Architekten und einer guten arbeitenden Baukommission, angeführt von Stadtrat Hans Aeberli, wird die Feuerwehr Ende Januar in die neuen Räume umziehen können. Bereits wurde ein OK für die Einweihung des neuen Feuerwehrlokals gebildet; ein Datum steht für nächstes Jahr aber noch nicht fest, da zeitgleich auch verschiedene, grössere Sportanlässe in der Tüfi stattfinden.
Eine grössere materielle Neuerung wird die neue Einsatzuniform sein. Die in die Jahre gekommene, jetzige Ausrüstung muss ersetzt werden durch eine neue, den EU-Richtlinien angepasste Einsatzkleidung. Das neue Erscheinungsbild der Feuerwehrleute wird zwar der Bevölkerung nicht gross auffallen, ausser dass man zukünftig keinen sichtbaren Feuerwehrgurt mehr trägt. Der Feuerwehr- oder Rettungsgurt wird in Zukunft direkt in der Jacke integriert sein.
Aus den aktiven Reihen der Feuerwehr gab es dieses Jahr einige personelle Veränderungen. Mit 25 Dienstjahren und davon 21 Jahren als Vereinsvorstandsmitglied verlässt Fourier Ernst Merz die Feuerwehr. Aus der Verkehrsgruppe traten mit 18 Dienstjahren Kurt Salzmann, mit je 16 Dienstjahren in der Sanität Margot Müller und Doris Schneider und mit 15 Dienstjahren im Einsatzzug Fredi Lendi zurück. Geehrt wurden Markus Kümin, Andreas Gantenbein und Bernhard Fäsi für ihre langjährige Tätigkeit in der Feuerwehr Adliswil.
Ins kommende Jahr kann die Feuerwehr mit 10 Neueintritten mit einem Sollbestand von 89 Feuerwehrangehörigen starten.
Auch im Vorstand der Feuerwehrvereinigung gab es einige Mutationen und Neuwahlen. Nach 24 Jahren Mitarbeit im Vorstand und davon 15 Jahren als Präsident gab Roland Huber seinen Rücktritt bekannt. Etliche Stunden hatte er jahrelang für Anlässe und Sitzungen für die Feuerwehrvereinigung investiert und war ein allseits beliebter Präsident. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Urs Küenzler.
Für den ebenfalls zurücktretenden Kassier Ernst Merz, der nach 21 Jahren sein Amt abgab wurde Harry Geering neu gewählt. Bestätigt in ihrem Amt wurden die Beisitzer Michael Hagg, Christian Greber und Rolf Rüegg.
Nach gut einer Stunde war damit die 27. Generalversammlung zu Ende, wobei die Verantwortlichen nochmals die Arbeit aller Feuerwehrangehörigen und ihre besondere Einsatztätigkeit zu Gunsten der Adliswiler Bevölkerung würdigten. Ein Verdienst, viele Stunden seiner Freizeit zu opfern, der in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich sei.
Quelle: Sihltaler vom 3.Januar 2004