Knapp an Katastrophe vorbei

Adliswil: Autobrand in der Sihlhof-Tiefgarage verursachte hohen Sachschaden

 

In der Tiergarage der Wohnsiedlung Sihlhof im Sood kam es gestern Morgen zu einem Autobrand. Dabei entstand ein Sachschaden in der Höhe von rund 70'000 Franken. Verletzt wurde niemand.


Tjerk Brühwiler

Grossalarm für die Feuerwehr Adliswil gestern Morgen um 9.19 Uhr: Ein 35-jähriger Autolenker wollte gerade sein Auto in der grossen Tiefgarage der Wohnsiedung Sihlhof im Sood parkieren, als Rauch aus dem Armaturenbrett drang. Der Mann verliess das Fahrzeug sofort und alarmierte die Feuerwehr. Diese rückte mit zwei Einsatzwagen aus. Dichter Rauch erschwerte den rund 30 im Einsatz stehenden Feuerwehrleuten die Löscharbeiten. Dennoch konnte das entstandene Feuer innert kurzer Zeit gelöscht und ein Überspringen auf andere Fahrzeuge verhindert werden.

 

Glück im Unglück

Die Brandursache ist gemäss Abklärungen eines Spezialisten der Kantonspolizei Zürich technischer Natur. Der verursachte Sachschaden beläuft sich auf rund 70'000 Franken. Dabei handelt es sich nebst dem ausgebrannten Personenwagen vor allem um Gebäudeschäden. „Die Garage ist schwarz bis nach hinten. Der Schaden am Gebäude ist gross“, erklärt Karl Huber, Kommandant der Adliswiler Feuerwehr. Die anderen Autos, die sich in der Tiefgarage befanden, blieben weitgehend unbeschädigt. Auch Personen wurden keine verletzt. „Mann kann von Glück sprechen dass das Auto relativ nahe am Garageneingang stand und sich keine anderen Wagen in der Nähe befanden“, sagte Karl Huber nach dem Einsatz.

„Das hätte auch schlimmer ausgehen können.“ In der Tat: Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich dutzende Autos in der Tiefgarage. Was passiert wäre, wenn sich das Feuer ausgebreitet hätte, lässt sich nur erahnen.

 

„Rauchpause“

Der Autobrand ging auch an den Bewohnern im Sihlhof nicht spurlos vorbei. Viele machten sich Sorgen um ihre Autos beim Anblick des dicken Rauches, der aus den Garageneingängen quoll. „Wollen Sie mein schwarzes Auto kaufen“, fragte eine Anwohnerin zynisch.

Und auch die Angestellten des angrenzenden Bürogebäudes blieben nicht verschont. Als die Feuerwehr eintraf, hatte der hauseigene Sicherheitsdienst das Gebäude bereits evakuiert. Der Bürobetrieb wurde für rund eine Stunde unterbrochen, was die Angestellten in passender Weise nutzten: „Wir waren in der Kantine nebenan und haben eine Rauchpause eingelegt“, schmunzelte einer der Betroffenen, nachdem das ganze Spektakel vorbei war.


Quelle:     Sihltaler 31.05.03


Presse-Mitteilung der Kantonspolizei Zürich